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Hot in the city – luke warm Swiss Results

Budapest, 19.6.2017 Das war’s die World of Coffee in Budapest ist Geschichte. 4 neue Weltmeister wurden gekürt, viel guter Kaffee gebrüht, Milch gegossen, Alkohol geshaked. Budapest war faszinierend – nur leider schlugen die Temperaturrekorde nicht ganze auf das Abschneiden der Schweizer Teilnehmer über. Alle Vertreter platzierten sich im Mittelfeld.

Die Schnellsten zuerst: Beim Cuptasting wurde einmal mehr Spannung und Spektakel geboten. Mit Benjamin Hohlmann (für Deutschland am Start), eröffnete ein Routinier den Wettkampf – mit dem Nachteil, dass die Stage-Crew noch nicht korrekt aufgetragen und allen Teilnehmer die selbe Cupping-Temperatur bieten konnte. Dies wurde dem Kaffeemacher zum Verhängnis und trotz schnellen 3’22’’ landete er mit 4 richtigen Tassen leider nur auf Schlussrang 38.

Etwas besser lief’s Kevin Mohler. Trotz Rekonvaleszenz und Krücken schlürfte sich der Möhliner Delica-Mann mit 6 richtigen Tassen und einer guten Zeit auf Rang 18 – was leider knapp nicht für die Viertelfinalquali gereicht hat. Weltmeister wurde Lok Chan aus Hong Kong. Beide unsere Löffel-Hexer sind sich einig – we will be back!

An der Milchkanne zeigte Gjtipong Thangsubutr aka Gap bei Latte Art sein Können. Während ihm die Art bar ganz gut geglückt ist, konnte er auf der Bühne nicht ganz an die gewohnte Leistung anknüpfen und verpasste mit Rang 23 die weiteren Runden.

Die World Latte Art Championship wurde von Arnon Thitiprasert aus Thailand gewonnen.

Mit fliegendem Milch-Pitcher machte Competition-Neuling und Birdie-Gründer Bastien Frison bei Coffee in Good Spirits auf sich aufmerksam. Bemerkenswert, wie der sympathische Romand sein Können seit der CIGS Schweizermeisterschaft ausgebaut hat. Eine wahre Freude, dies auch stellvertretend für das Movement in der Westschweiz zu sehen. Bei CIGS ist das Können und die Dichte im Feld enorm und daher muss der 15. Rang von Sebastien als starke Leistung gefeiert werden – Félicitations! Mit einem historischen Punkterekord und traumwandlerisch-sicheren Bartending Skills holte sich Martin Hudak aus der Slowakei den WM Titel. Wer Martin einmal live erleben möchte, soll ins Londoner Savoy gehen und in der American Bar einen Irish Coffee bestellen.

Zum Schluss noch die Slow Coffee Fraktion der Brewer’s. Daniel Hofstetter hat sein Ziel, Finalqualifikation der besten 6 leider verpasst. Dass der Zürcher Hemro-Mann brühen kann, hat er mit dem 2-besten Compulsory Brew bewiesen. Im Open Service gings dann trotz Velo-Käppi und Charme-Punkten nur auf Schlussrang 22.

Den WM-Tiel holte sich der Taiwanese Chad Wang von der Ninety-Plus-Fraktion. Der Rennstall sicherte sich die letzten 4 WM-Titel und scheint den Code dazu definitiv geknackt zu haben.

Was nehmen wir aus Budapest mit: Die ersten Weltmeisterschaften der „unified“ SCA liefen professionell und reibungslos ab. Der Specialty-Spirit erfährt weiterhin erfreulichen Aufschwung und zunehmende Professionalisierung – kommerziell, als auch auf Stufe der Meisterschaftsteilnehmer. Budapest selbst bietet zahlreiche, spannende Coffeeshops und wer sich von der ungarischen, unverrückbaren Ruhe der Bedienung und den damit verbundenen Wartezeiten nicht abschrecken lässt, dem sei eine Reise wärmsten empfohlen.

2 Kommentare

  1. Danke für den interessanten Bericht👍

  2. Herzlichen Dank für die Berichterstattung. Es war schön, das ganze Schweizer Team als Einheit in Budapest zu sehen. Vielleicht hat es in diesem Jahr nicht ganz auf die forderen Plätze gereicht, doch ich spürte einen tollen Zusammenhalt und Team-Spirit. Darum bin ich guter Dinge, dass die Top-Rankings automatisch in den kommenden Jahren folgen werden: wyter soo!

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